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IG Chinchilla Deutschland :

Die Interessengemeinschaft Chinchilla setzt sich sehr für die richtige Haltung und Pflege der Chinchillas im Heimtierbereich ein. Als noch relativ junges, Haustier ist hier oft guter Rat nötig: Viele Menschen verwechseln diese Exoten leider zu oft mit unseren Heimischen Tieren... die falsche Ernährung und Haltung jedoch kann hier tödlich enden!

Wie möchten versuchen, Chinchillabesitzer zu erreichen und Ihnen mit Informationen zur Seite zu stehen... damit auch sie ihre Haltung optimieren können und ihren Tieren somit ein langes, Artgerechtes und krankheitsfreies Leben zu ermöglichen.

Nun folgt eine kurze Beschreibung von Chinchillas:
Chinchilla Steckbrief

Ursprung:
Chinchillas stammen ursprünglich aus Südamerika, wo sie in den mittleren Höhen der Anden leben. Sie wurden wegen ihres weichen und kostbaren Felles um 1900 fast ausgerottet und stehen noch immer unter Artenschutz. Die heutigen Chinchillas sind Nachzuchten aus Pelztierfarmen. Die Zucht von Chinchillas begann J.F. Chapman 1923 mit 11 Tieren in Kalifornien. Er brauchte 2 Jahre um diese Anzahl wildlebender Chinchillas zu fangen.

Wesen:
Chinchillas sind sehr gesellige Tiere, die man am besten paarweise hält (auch gleichgeschlechtlich). Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und aufgrund ihrer Eigenwilligkeit nicht für Kleinkinder geeignet. Berufstätige erfreuen sich jedoch in den Abendstunden gern ihrer Gesellschaft.

Haltung:
Das Chinchilla kann bei optimalen Haltungsbedingungen zwischen18 und 22 Jahre alt werden. Gehalten werden Chinchillas im gossen Käfig/Voliere (mindestens 0,5 Kubikmeter Raum; entspricht 100 x 50 x 100 cm) mit ausreichenden Sitzgelegenheiten (Vorsicht vor zu großen Höhen - ab 1 m Zwischenböden einziehen). Die Käfigreinigung sollte 1 x wöchentlich erfolgen.
Der Käfig sollte grundsätzlich enthalten: eine Wasserflasche, eine Heuraufe von außen angebracht, ein schweres Futtergefäß (am Boden), eine hochwandige Sandwanne (mit Attapulgus Badegranulat), Einstreu (Hobelspäne) und Nage-Äste (von Weide, Haselnuss, Apfel, Birne) und ein Nagestein (Gasbeton). Chinchillas benötigen auch Versteckmöglichkeiten (Tonröhren oder Korkröhren) und mindestens ein Schlafhaus. Sie sollten aufgrund der Nachtaktivität und der speziellen Ernährung nicht mit anderen Tierarten im selben Käfig gehalten werden! Der Standort sollte nicht in Zugluft oder in die Sonne gewählt werden, der Raum ist trocken zu halten. Besser sollen Chinchillas nicht mit tagaktiven Tieren in einem Raum stehen.

Futter:
Das Grundfutter für Chinchillas besteht aus speziellen Chinchilla- Pellets und Heu. Die Pellets sollten qualitativ hochwertig sein Als Leckereien eignet sich Löwenzahn (MAL ½ Blatt frisch). Auch gegeben werden kann Brennnesseln, Disteln und andere Kräuter (bitte medizinische Wirkung beachten und keine Mischungen!) -> alle im getrockneten Zustand, eine kleine frische Spalte Apfel oder MAL eine Hagebutte.

Körper/ Geschlechtsbestimmung:
Die Körpergröße ist Zwischen 21 bis 30 cm ohne Schwanz, dieser wird bis zu 20 cm lang. Das Gewicht der Chinchillas kann zwischen 400 bis 1000 Gramm betragen, je nach Größe des Tieres, seiner Vorfahren und der artgerechten Ernährung.
Bei den Mädels ist der Abstand zwischen den After und dem Harnzapfen geringer als beim Bock (ca. 1 - 2 cm). Die Geschlechtsreife setzt zwischen 6 und 8 Monaten ein. Die Brunft dauert 3 - 5 Tage, der Zyklus 28 - 34 Tage (Abweichungen sind möglich). Die Trächtigkeit beträgt 111 Tage und kann bei 2-4 Jungen -2 Tage betragen, bei 1-2 Jungen +2 Tage betragen. Meist jedoch sind Chinchillas pünktlich.

Nachwuchs:
Chinchillas sind Nestflüchter. Beide Elternteile kümmern sich um Ihre Jungen. In der 1. Lebens-Woche beginnen die Jungen an Halmen und Pellets zu nagen und in der 2. Woche instinktiv im Sandbad zu baden oder es sich bei den Eltern abzuschauen.
Nach der Geburt ist die Sandwanne eine Woche lang zu entfernen, denn Sand kann in die geöffnete Scheide gelangen, was eine Gebärmutterentzündung zur Folge haben kann. Nach der Geburt sollte man der Mutter Apfel füttern, um die Darmflora nach dem Fressen der Plazenta zu regenerieren. Das Gewicht der Jungen sollte man täglich kontrollieren, um festzustellen, ob sie genug Milch erhalten. Chinchillas haben 6 Zitzen, sollten die Babys nach 2 Tagen nicht täglich mindestens 2 Gramm zunehmen, sollte zugefüttert werden.

Heben:
Chinchillas werden mit einer Hand am Schwanzansatz und mit der anderen unter dem Bauch bzw. unter die Füße des Chinchillas hochgehoben.

Sonstiges:
Das Tier ist täglich auf Biss - oder andere Verletzungen zu untersuchen. Das äußere Erscheinungsbild sollte einen guten Eindruck machen (kein Augenlecken, kein Sabbern, Fell nicht fettig, Po nicht verklebt, Tier sollte nachts/abends agil sein und gut fressen, ...). Die Vergesellschaftung von Chinchillas ist nicht immer unproblematisch, da sie ein sehr ausgeprägtes Rangordnungsverhalten haben.

Es ist unbedingt erforderlich, sich vor der Anschaffung von Chinchillas mit guter Literatur einzudecken.

Hilfreich sind auch Interessengemeinschaften wie z.B. www.chinchilla.info , die mit vielen Hinweisen, Erfahrungsberichten und Tipps sowie einem Forum für Fragen zur Seite steht.

Chinchillas bekommt man am besten beim guten Züchter oder als Abgabe oder Vermittlungstier unter www.chinchillas-suchen-ein-Zuhause.de Hier kann man neben Jungtieren auch älteren Tieren eine neue Chance geben, die in ihrem Zuhause nicht mehr bleiben können.
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