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evelyne :

10. oktober 2002



ich habe im november 1990 das licht der welt erblickt. genaueres weis ich nicht mehr da meine aller, aller ersten besitzer mich sofort ins tierheim nach kritzendorf gebracht haben.

ich war angebliche 8 wochen alt, als mich mein heiß geliebtes frauerl aus diesem "verschlag" befreit hat. dort war ich nämlich mit so einem "rassehund" einem pekinesen eingesperrt. ich hatte angst, ganz große angst und bin im letzten winkerl gesessen bis mein frauerl gesagt hat sie sollen die tür öffnen. sie hat mich dann hochgehoben und ich bin ihr gleich in den nacken gekrochen.
ich war ja so schutzbedürftig!
es war liebe auf den ersten blick!

wir sind dann nach hause gefahren - war das toll - es drehte sich auf einmal alles um mich.

ich hatte auf einmal eine "mami" und eine "omi". o gott, war das toll!

als ich gerade meine "inspektion" durch die wohnung machte ging auf einmal die tür auf und mein neues herrchen kam nach hause.

ui, war der aber lieb. ich weis noch wie er mich hochgehoben hat und zu mir gesagt hat "wirst du auch einmal ein hund ?" - so eine blöde frage - natürlich!

ich weis ja eh, bei mir hat am anfang nichts zusammengepasst, der kopf viel zu klein, der bauch zu dick, die ohren zu groß, irgendwie musste sich halt alles erst zusammen wachsen.

das erste jahr musste ich viel alleine zu hause bleiben - wie ich das haßte. bis mittag ging es, aber wenn mein frauerl wieder zur arbeit musste saß ich dann nur vor der tür und bellte mir die seele aus dem laib.

mit einem wort - ich hatte mit dieser familie das große los gezogen.

die jahre vergingen und wir waren glücklich. außer ein paar operationen, sterilisation, meine eckzähne wollten von selbst nicht raus kommen, meine wolfskrallen mussten entfernt werden und zwei kleine knoten am bauch, war ich eigentlich nie krank.






meine familie hat mich auch überall mit hin genommen - egal - es wurde alles auf mich ausgerichtet. ging es wirklich einmal nicht, dann blieb ich eben bei meiner "omi". dort fühlte ich mich auch immer recht wohl und wo anders hätte mich mein frauerl sowieso nicht hingegeben - lieber hätte sie auf alles verzichtet.

alles ging glatt, mein herrchen und mein frauerl hatten einem job wo ich immer mit konnte - ich musste nie alleine bleiben. ich haßte alleine sein - ich hatte angst das sie nie wieder zurück kommen würden.

bis dann vor zwei jahren, frauerl musste sich einen neuen job suchen und herrchen ist bei uns ausgezogen. ich ging dann von montag bis freitag später dann nur mehr bis donnerstag zu meiner "omi" und das wochenende verbrachte ich mit meinem frauerl. herrchen sah ich in dieser zeit kaum und meine liebe zu meinem frauerl wuchs immer mehr.

in dieser zeit fingen auch meine hautprobleme an. wir sind dann von tiersarzt zu tierarzt gefahren, aber keiner konnte mir so richtig helfen. heuer im sommer sind wir dann an die tierklinik in st. andrä - wördern gekommen. die haben gemeint es müsse meine leber sein - frauerl wollte das aber nicht so sehen und ich bekam "cortison".

ich hab den ganzen sommer super überstanden und außerdem hat mein frauerl ihre 3 wochen urlaub mit mir in tulbing verbracht.
toll - ich fühlte mich "sau" wohl!

richtig schlecht ging es mir dann von 25. auf 26. september 2002. ich konnte auf einmal nichts mehr fressen (das war ja immer meine lieblingsbeschäftigung) und ich hatte riesige schmerzen. alle sind dann mit mir zum tierarzt gefahren, frauerl, herrchen und meine "omi". dort hab ich infusionen und injektionen bekommen. meine leberwerte waren unter jeder kritik (40 sind normal - ich hatte 188). ich bekam ab sofort nur mehr diätfutter. bis zum wochenende hatte ich mich wieder etwas erholt (dank der schmerzmittel). am samstag den 05. oktober 2002 mußten wir zum ultraschall - schock ein riesen tumor auf der milz der mit dem bauchfell schon verwachsen war und methastasen in der leber. es musste so schnell wie möglich ein operationstermin her. den hatten wir dann am 10. oktober 2002 um 12:00 uhr.

den ganzen donnerstag vormittag hab ich dann schmusend und gut gelaunt mit meinem frauerl verbracht. herrchen hat zum abschied noch gesagt - du schaffst es!

ich weis nicht ob ich es schaffen wollte, ich glaube nicht. die operation hab ich ja auch noch überstanden - nur aufwachen wollte ich nicht mehr. wäre ich aufgewacht hätte ich vielleicht noch 2 monate gelebt und das mit großen schmerzen.

ich möchte, daß mich alle so in erinnerung behalten wie ich war - ein lustiger, manches mal vielleicht eigensinniger aber liebenswerter karas!




meinem frauerl möchte ich noch sagen das ich sie über alles geliebt habe und das sie nicht so traurig sein soll weil ich ja jetzt nicht mehr da bin - ich wache ja aus dem "hundehimmel" über sie.