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Christina Telker :

Ach wie ist die Welt doch schön!

Trübes Novemberwetter breitete sich über das Land. Als ein kleiner Hund das Licht der Welt erblickte. „Ist das kalt hier war sein erster Gedanke. Der schützenden, wärmenden Mutter entrissen, purzelte er, wie auch seine anderen Geschwister der Menschheit entgegen. Muttis Zunge leckte ihn sofort ab und sagte „ich hab dich lieb, mein Kleiner, sei mal nicht so traurig. Aber das tröstete im Moment auch nicht viel. Als sich Wuschel vom ersten Schreck erholt hatte, spürte er ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend. „Was ist denn das überlegte Wuschel . Sein Näschen suchte nach der Mutter, denn an sehen war ja noch nicht zu denken. Ein feiner Duft stieg da in sein Näschen, dem er unbedingt folgen musste. Er sperrte das Schnäuzchen auf und versuchte zu saugen. Das war ja ein tolles Gefühl, damit wurde es auch in der Magengegend gleich angenehmer. „Toll dachte Wuschel beim einschlafen, „das muss ich öfter probieren. Aber schon beim nächsten Erwachen, herrschte eine tolle Drängelei bei der Hundemama. Wuschel wurde fortgeschupst und musste alle seine Kräfte aufwenden um auch etwas von dem tollen Nass abzubekommen. So ging das nun einige Tage. Schlafen und Trinken wechselten einander ab. Bis eines Tages das unfassbare geschah. Wuschel wachte auf und wollte zur Milchquelle, als er merkte, das er sehen konnte. Nun wurde die Welt erst so richtig interessant. Wuschel vergaß fast seinen Hunger, er konnte sehen, da musste man doch zuerst die Welt entdecken. Auch seine Geschwister sah er zum ersten mal. Mit denen konnte man jetzt spielen. „Gleich mal nachsehen, ob die auch Augen haben dachte Wuschel und marschierte los.
Bis jetzt ging alles noch ein bisschen tapsig, aber das merkte er in seiner Aufregung gar nicht. Jetzt begann ein tolles Leben. Die Geschwister begrüßten sich übermütig. Es ging ein Toben los und die Hundemutti war froh wenn sie sich mal ein wenig zurück ziehen konnte. Jetzt wo ihre Kinder sehen konnte, ließen sie die Mutter nicht mehr in Ruhe, sie wuchsen und wurden von Tag zu Tag lebhafter. Eines Tages ging dann Wuschels Traum in Erfüllung. Ein Napf mit Futter stand eines morgens vor ihnen. Davon hatte er doch geträumt als er noch gar nicht sehen konnte. Oh wie das kleine Näschen schnüffelte. Ganz vorsichtig versuchte er sich an den Leckerbissen. Fressen sollte seine Leidenschaft werden. Aber die anderen Kleinen waren auch nicht faul. So gab es täglich eine wüste Drängelei ums Futter. Die kleine Bande wurde größer und größer, die Mutter ließ sich nur noch selten sehen. Da, eines Tages kamen Fremde. Sie betrachteten die kleine Hunde und nahmen Wuschel auf den Arm. „das hat mir gerade noch gefehlt dachte er. „Strampeln, strampeln muss ich, damit sie mich wieder runter setzen oder lasse ich ein paar Tröpfchen fallen so überlegte Wuschel noch, als plötzlich merkte, dass es ganz angenehm bei diesen Fremden war. Sie streichelten ihn und das war fast, wie das lecken der Mutter, das er so geliebt hatte. Wuschel hielt ganz still und schaute verschmitz mit einem Auge nach oben um die Fremden zu beobachten. Als er dann aber in eine Tasche gesteckt wurde und die Leute mit ihm fort gingen, sträubte er sich doch mit aller ihm zur Verfügung stehenden Kraft. „Last mich los mautzte er vor sich hin, aber die Fremden lachten bloß und hielten ihn noch fester. Nun wurde Wuschel traurig, es war ihm egal ob sie ihn streichelten oder nicht er war nur traurig und weinte um seine Geschwister. Als er dann wieder aus der Tasche rauskonnte, tat Wuschel als ob er von keinem etwas wissen wollte. „Euch werde ich es zeigen hatte er sich fest vorgenommen. „Wenn ich Euch nicht ansehe, werdet ihr mich schon zu meinen Geschwistern zurückbringen. „Wuschel, mein kleiner Wuschel bemühte sich sein neues Frauchen um ihn, aber Wuschel reagierte gar nicht. Sein neues Körbchen nahm er an, aber sonst schaute er Keinen an. „Komm, Wuschel, trink ein wenig! Komm Wuschel fressen! Lockte sein Frauchen. „Na ja dachte Wuschel, „endlich einmal das Fressen für sich alleine zu haben, ist auch nicht verkehrt „damit Ihr es aber nicht zu einfach habt, werde ich Euch noch ein wenig zappeln lassen. Ich trinke nicht! nahm sich Wuschel jetzt vor. Das hielt er auch eisern durch. Erst am späten Abend überwand er sich und nahm etwas trinken zu sich. Auch so machte er es seinem neuen Frauchen nicht leicht. „Wuschel komm lockte sie ihn. „Das könnte mir fehlen dachte Wuschel. Er tat als ob er weinte und merkte sehr bald, dass er Erfolg damit hatte. „Wenn ich mautze kommt sie dachte er. So wurde Wuschel am ersten Tag in seinem neuen Heim fast nur umher getragen. „Na ja, so gehts auch dachte Wuschel. Als aber am nächsten morgen noch alles beim alten war und keine Hoffnung auf Heimkehr, versuchte Wuschel sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Immerhin hatte die Mutter ihnen ja erzählt, das später einmal Jeder von ihnen seine eigene Menschenfamilie finden würde. „Das sind nun also meine Menschen dachte Wuschel, „da muss ich wohl sehen, mit ihnen auszukommen. So zeigte er sich auch gleich von seiner besten Seite und sagte Bescheid wenn er mal ins Freie musste. Mit dem spazieren gehen wollte es nicht so klappen, aber alles kann man ja nicht auf einmal können. So begann Wuschel seine neue Welt zu entdecken.


Jetzt bin ich selbstständig

„Man ist da komisch überlegte Wuschel „was soll denn nur dieser Ring um meinen Hals? Und diese Strippe daran? Er versuchte hin- und her zu hopsen um sich zu befreien. Da sein Frauchen aber liebevoll auf ihn einredete, ließ er auch das bald bleiben. Wuschel wusste schnell „wenn die "Strippe"angemacht wird, soll ich Pfützchen machen Nun hieß es die neue Welt zu erkunden. Wuschels Lieblingsbeschäftigung war schlafen. Machte er die Augen auf, strahlte er Frauchen und Herrchen an. Er merkte schnell, dass das belohnt wurde. Wuschel wäre kein Kind gewesen, wenn er nicht auch Schabernack getrieben hätte. „Langweilig ist es, wenn man nicht ab und zu was anstellt war sein Motto.


Wuschel wird größer

Leute, da muss ich Euch doch was erzählen. Ich bin ja nun schon ein großer Hund, aber was ich absolut nicht mag, ist alleine bleiben. Da kann ich so richtig wütend werden und versuche es Herrchen und Frauchen zu zeigen.
Neulich war es besonders arg, stellt euch vor, drei Stunden ließen sie mich alleine. Ich hatte ja in der letzten Zeit bewiesen, das ich schon zwei Stunden alleine bleiben konnten aber das war mir dann doch zuviel. Also suchte ich mir was besonderes zum spielen als es zu langweilig wurde. Immerhin sind sie selbst schuld wenn sie mich alleine lassen. Ich sah also Die Jacken meiner Herrschaft am Garderobenhaken und zupfte solange daran bis sie runter fielen. Natürlich rutschte ich da auch mal mit meinen Pfötchen ab. Das wieder ergab ein paar Schrammen an der Garderobenleiste. Das hätte ich lieber nicht tun sollen. Als Herrchen nach Hause kam gab es Krach. Aber diesmal so richtig. Herrchen tobte so mit Frauchen, das sie weinte, wie sie mir später erzählte, und große Angst hatte, dass Herrchen mich zu Fremden weggeben würde. Ich fand das ziemlich ungerecht, denn ersten was kann Frauchen dafür, wenn ich Quatsch mache und zweitens, würde Herrchen wohl sein Kind abgeben wenn es die Scheiben beim Nachbarn mit einem Fußball einschmeißt?!
Ich werde mich also bemühen in Zukunft, d.h. so richtig versprechen kann ich da nichts. Aber ich denke meine Leute werden mich auch nicht mehr so lange alleine lassen.